Für welche Unternehmen ein Coworking-Space passt

Nicht jedes Unternehmen gehört an einen Schreibtisch in einem geteilten Büro. Wir sagen Ihnen lieber vorher, wann es passt und wann nicht — das erspart uns beiden ein Gespräch, das zu nichts führt.

Zwei Personen arbeiten gemeinsam an einem Laptop im Coworking-Bereich

Die kurze Antwort

Es hängt daran, wo Ihre Arbeit stattfindet.

Ein Coworking-Space trägt ein Unternehmen dann, wenn die eigentliche Arbeit am Schreibtisch passiert: entscheiden, beraten, entwickeln, verwalten. Sobald Ware, Fahrzeuge oder viele Mitarbeitende im Spiel sind, liegt der Schwerpunkt woanders — und dann passen wir nicht.

Passt gut

  • Dienstleister mit ein bis zwei Mitarbeitenden Beratung, Planung, Vermittlung, Agenturarbeit. Die Leistung entsteht im Kopf und am Rechner, nicht im Lager. Für Kundentermine steht ein Meeting-Raum bereit.
  • IT und Softwareentwicklung Ortsunabhängig, aber nicht ortlos. Sie brauchen ein stabiles Netz, Ruhe und einen Raum für Videokonferenzen — genau das ist hier vorhanden.
  • Start-ups in den ersten Jahren Sie wissen noch nicht, wie groß Sie in zwei Jahren sind. Kurze Laufzeiten und keine Maklerkosten sind in dieser Phase mehr wert als ein günstiger Quadratmeterpreis.

Passt eher nicht

  • Handel mit externem Lager Wo die Ware liegt und bewegt wird, entsteht der Schwerpunkt des Betriebs. Ein Schreibtisch bei uns bildet das nicht ab — und ersetzt das Lager steuerlich auch nicht.
  • Speditionen und Fuhrbetriebe Fahrzeuge, Hof, Disposition vor Ort: Der Betrieb hängt an einer Fläche, die wir nicht anbieten. Ein Büro allein löst das nicht.
  • Unternehmen mit vielen Mitarbeitenden Sitzt der Großteil der Belegschaft anderswo, bleibt der Großteil der Gewerbesteuer auch dort — unabhängig davon, wo die Geschäftsführung ihren Schreibtisch hat. Warum das so ist, steht gleich darunter.

Woran es liegt

Drei Gründe, die den Ausschlag geben.

Die Gewerbesteuer folgt den Löhnen

Hat ein Unternehmen Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, wird der Steuermessbetrag zerlegt — im Regelfall nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne je Betriebsstätte. Wer zwanzig Beschäftigte in Köln hat und einen Schreibtisch in Monheim, zahlt den Löwenanteil weiterhin in Köln. Für kleine Einheiten fällt das kaum ins Gewicht, für große entscheidet es alles.

Physische Abläufe binden an einen Ort

Lager, Werkstatt, Fuhrpark: Wo Dinge ankommen, gelagert und verladen werden, liegt eine eigene Betriebsstätte — und die lässt sich nicht durch einen Arbeitsplatz ersetzen. Bei reiner Kopfarbeit gibt es diesen zweiten Ort schlicht nicht.

Ein fester Platz wiegt schwerer als ein wechselnder

Damit aus Räumen eine Betriebsstätte wird, braucht es mehr als die Möglichkeit, sie zu benutzen. Ein fest zugewiesener Schreibtisch, der Ihnen nicht ohne Weiteres wieder genommen werden kann, steht auf deutlich sichererem Grund als ein Platz, den jeden Morgen jemand anderes besetzt. Deshalb gibt es bei uns das Paket Premium plus.

Ausführlich: die Bedingungen für einen Wechsel

Unsicher?

Fragen Sie uns — und Ihren Steuerberater.

Wir sagen Ihnen offen, ob wir zu Ihrem Betrieb passen. Ob sich ein Wechsel steuerlich lohnt, rechnet Ihnen Ihr Steuerberater aus; wir liefern die Unterlagen dafür. Wenn es nicht passt, sagen wir das lieber vorher als hinterher.

Nächster Schritt

Passen wir zusammen?

Beschreiben Sie uns kurz Ihren Betrieb: Was Sie machen, wie viele Menschen dazugehören und wo sie sitzen. Wir antworten ehrlich.